Dienstag, Mai 29, 2007

 

54. Station: NEW YORK

Gestern haben wir unseren Mietwagen abgegeben, unsere Rückfluge nach Deutschland für den 07. Juni gebucht und sind dann noch kurz mit der Metro nach Manhattan gefahren, wo wir vom Times Square bis zum Central Park gelaufen sind.
Die letzte Woche haben wir dann bei Metro Ministries mitgearbeitet und Einblicke in eine ganz andere Kinder- und Jugendarbeit mitten in New York bekommen.
Dienstag waren wir in der Bronx und haben zwei Einsätze der Sidewalk Sunday School mitgemacht. Man kann sich das wie eine Jungscharstunde im Park vorstellen. Mittwoch war Erlebnispädagogik angesagt und unsere 20-köpfige Besuchergruppe hatte die Chance sich besser kennen zu lernen und von einem 12m hohen Baum zu springen. Am Abend feierten wir mit 1000 Jugendlichen einen coolen JUGO. Donnerstagmorgen lernten wir, wie sie dort ihre Andachten machen und nachmittags begleiteten wir einen Mitarbeiter, wie er die Kids in seinem Bezirk zur Sunday School eingeladen hat. Die ganze Woche hatte es um die 30°C. Deshalb öffneten die Leute die Feuerhydranten und machten sich naß. Der Freitag startete mit einem Mitarbeitertreffen. Anschließend waren wir blitzen - was so viel bedeutet wie auf der Straße und in den Wohnblocks Kinder für die Sunday School am Samstag einzuladen. Abends liefen wir über die Brooklyn Bridge und schauten Ground Zero an. Und schon war Samstag was folgendes bedeutet: Drei mal hintereinander fuhren 20 Schulbusse los um die Kids abzuholen, dann gab es für die 1500 Kids einen fetzigen Gottesdienst und dann wurden die Kids wieder nach Hause gebracht. Es war CRAZY! Obwohl wir am Abend fertig waren, fuhren wir noch zur Grand Central Station, schauten das UN Gebäude und den Times Square bei Nacht an. Wie die anderen Nächte auch, schliefen wir in der Turnhalle, in der zuvor die Kids Godi gefeiert haben. Wie die und die zwei Toiletten aussahen muss ich ja nicht extra erwähnen. Sonntag besuchten wir den Gottesdienst und wurden dann zum Flughafen gebracht, wo wir unseren neuen Mietwagen abgeholt haben und zu unserer letzten Station "Washington" aufgebrochen sind.

Freitag, Mai 25, 2007

 

53. Station: BOSTON

Nach einem langen Fahrtag, vorbei an Rom, Venedig, Amsterdam, Rotterdam, Hamburg und Frankfort (mit O), sind wir in Springfield angekommen.
Am Freitag haben wir den Tag mit dem Besuch des Eric Carle Museum begonnen. Anschließend sind wir die 2,5 Meilen auf dem Freedom Trail durch Boston gelaufen und haben die Geschichte an Hand der Gebäude neu kennen gelernt.
Samstag war Harvardtag! Nach der Parkplatzsuche im Stadtteil Cambridge haben die berühmte Uni besichtigt. Allerdings war dieses Wochenende großes Move WE. Das Gelände war voll mit Autos, Eltern und voll gepackten Kisten.
Am Sonntag haben wir den Gottesdienst in der Grace Chapel besucht. Es war ein guter, ansprechender Godi, der das Thema Familie und Kinder hatte. Zum Pfingstfest hörte man leider nichts! Dafür erlebten wir zum ersten Mal in den USA einen Segen zum Abschluss des Gottesdienstes.

Mittwoch, Mai 23, 2007

 

52. Station: KANADA

Heute hatten wir einen langen Fahrtag. Von Angola, durch Detroit sind wir über die Ambassador Brücke nach Kanada gefahren. In Toronto haben wir übernachtet und am nächsten Tag auf den höchsten Turm der Welt gefahren (553m hoch!). Anschließend ging es weiter zu den Niagarafällen. Die Wassermassen, die da herunter stürzen sind überwältigend! Nachdem wir wieder in die USA eingereist und ein Hotel gefunden haben, wollten wir nahe an die Wasserfälle ran kommen und haben eine Fahrt mit der berühmten "Maid of the Mist" gemacht. Nach dem Abendessen im Hardrockcafe haben wir die Wasserfälle in leuchtenden Farben gesehen.

Montag, Mai 21, 2007

 

51. Station: INDIANA

Heute sind wir im Staat Indiana angekommen. Die Fahrt dorthin ging durch das häßlichste und größte Industriegebiet, dass wir auf unserer Reise gesehen haben. Überall Kaminschlote und Rauch!!!
Montag haben wir den Tag in Amish Country verbracht. Es ist sehr witzig, Pferdekutschen und bärtige Männer auf dem Fahrrad zu sehen. Und das mitten in der Autofahrernation Amerika. Vor dem Supermarkt gibt es sogar einen extra Pferdekutschenparkplatz!
Zuerst waren wir in einem Freilichtmuseum, wo Gebäude aus der Siedlerzeit zu sehen waren und man einen guten Eindruck von dem Leben der Amish bekommen hat. Wir waren auch in der Schule und lernten Pennsylvania Deutsch. Bonus war, dass unsere Tour nur für uns zwei war und dass sich dann noch kurzfristig eine ältere Amishfrau angeschlossen hat, die in ihrer Kindheit mehrmals zu Gottesdiensten auf der Farm (die jetzt das Museum ist) zu Besuch war und so ganz authentisch von dem Amishleben erzählen konnte und im Pennsylvania Deutsch zu uns sprach (und wir konnten es verstehen! Und sie unser Deutsch!). Danach fuhren wir durch Felder und kleine Ahornwälder (zur Herstellung von Maplesirup), sahen mehr Kutschen und bärtige Fahrradfahrer, viele spielende Kinder und noch mehr Wäsche vor den Farmhäusern und keine Stromleitungen! In Shipshewana besuchten wir ein Museum, dass die Geschichte der Wiedertäufer sehr gut darstellte. Zum Abendessen gingen wir echt Amish essen und waren vom Braten, Nudeln und brauner Soße sehr begeistert (Ich freue mich so auf schwäbisches Essen!).
Die Nacht haben wir in einem Super8 Motel in Angola verbracht.

Dienstag, Mai 15, 2007

 

50. Station: CHICAGO

Wir sind heute Nachmittag um 13.00 Uhr gut in Chicago gelandet. Mexicana Airlines hat uns positiv überrascht! Die Flüge waren überpünktlich, viel Platz im Flugzeug und die Koffer waren auch da :-) Verwirrend war nur der Flughafen in Mexico City. Dort wurden wir zuerst zum Gate 19, dann 21, dann 27 und dann wieder 21 geschickt, bevor wir ins Flugzeug konnten.

Nachdem wir einen grünen Saturn Mietwagen abgeholt haben, sind wir erst Mal Richtung Süden aus der Stadt gefahren und sind jetzt in Morrison. Eine typische, schnucklige Kleinstadt am Illinois-Mississippi Kanal. Am Dienstag sind wir von Illinois nach Wisconsin gefahren und haben für 2 Nächte am Genfer See Station gemacht. Es ist sehr schön am See, die grüne Natur zu sehen und den Frühling zu spüren.

Chicago Downtown haben wir am Donnerstag erlaufen. Außer den Parkgebühren haben wir einen günstigen Tag gehabt. Angefangen haben wir im Lincoln Park Zoo; ein Zoo mitten in der Stadt und für alle umsonst. Die atemberaubente Aussicht aus dem 96. Stockwerk des Hancock Tower haben Dank des Restaurant dort, auch umsonst bekommen. Das Beste war jedoch, dass das Arthaus ab 17.00 Uhr freien Eintritt hatte. Zum Abendessen haben wir eine echte Chicago Deep Pan gegessen und danach mit dem Bus unser Auto gesucht. Dumm war, das wir nur noch einen 5 Dollarschein um die 3,50 $ Fahrkarten zu zahlen. Und Busfahrer geben hier kein Wechselgeld!!!

Am Freitag haben wir uns gleich einen Tagespaß für die Öffentlichen gegönnt und haben Chinatown, die Uferpromenade und den Museumcampus angeschaut. Die U-Bahn haben wir mit vielen CUPS Fans geteilt, die sich den Tag frei genommen hatten und schon morgens durch die Stadt gepilgert sind um sich auf das Duell gegen die White Soxvorzubereiten.

Am Wochenende haben wir uns mit Kathrin aus Schönaich getroffen, mit Ihrer Gastfamilie einen Ausflug in ein Moor und ins Automuseum (dort gab es vom Ghostbustermobil über Herbie bis K.I.T. alles möglichen Flimstarautos zu sehen) gemacht und Willow Creek besucht. Wir hatten Gelegenheit neben dem Godi auch noch eine Führung durch die Kirche zu bekommen, einen Blick in das Promiseland zu werfen und bei der fx Familienzeit dabei zu sein.


Dienstag, Mai 08, 2007

 

49. Station: OAXACA TEIL 2

Montag und Dienstag haben wir uns von der Fahrt erholt, uns im mexicanischen kochen geübt und unseren nächsten Trip geplant. Zuerst wollten wir nach Palenque, dann nach Cancun. Doch leider gab es keine oder nur noch zu teure Flugverbindungen (kann es sein, dass ein Flug von Europa nach Cancun so teuer ist, wie einer von Oaxaca nach Cancun???). Und für 16 Stunden im Bus konnten wir uns nach der letzen Fahrt nicht wirklich durchringen. So wurde unser neues Ziel „Puebla“.

Am Mittwoch fuhren wir 4,5 Stunden mit dem Bus nach Puebla. Der Bus war mit bequemen Sitzen, Video und Klo sehr komfortabel. In den normalen Stadtbusen sind die Sitze so eng, dass man nicht weiß wohin mit den Füßen??? Der Vorteil der Stadtbusse ist jedoch, dass man seinen Arm aus dem Fenster strecken kann und eine kostenlose Achterbahn hat, wenn die Busfahrer über die Topes heizen. In Puebla nahmen wir ein Taxi zum Zocalo und suchten, nach einem Mittagessen, ein Hotel. Danach erkundeten wir die Innenstadt. Es gab viele schöne Kirchen und ein geheimes Nonnenkloster, dass mitten in der Stadt für 80 Jahre versteckt von der Öffentlichkeit existierte. Am nächsten Tag nahmen wir ein Collectivotaxi und fuhren nach Chalula. Dort wurde die größte (Grundfläche) Pyramide allerzeiten gebaut (Ja, größer als die in Ägypten!). Allerdings haben die Spanier mehr als die Spitze abgenommen und eine Kirche drauf gestellt. Heute sieht das ganze mehr aus wie eine Kirche auf einem Hügel. Für 4 US$ kann man zuerst ins Museum, dann einmal durch die unterirdischen Tunnelgänge der Pyramide laufen und danach die freigegrabenen Aufgänge zur Pyramide bestaunen. Unter anderem sieht man einen Altar auf dem Kinder geopfert wurden, damit sie die Götter bitten Regen zu senden. Da ist einem die Kirche auf der Spitze doch lieber!!! Zum Schluß sind wir auf den Hügel gestiegen und haben die Aussicht genoßen. Die Rückfahrt dauerte 5 Stunden, allerdings saßen wir dieses Mal neben dem Klo, dass nach 2 Stunden ziemlich zu riechen anfing.
Am Freitag stürzten wir uns ins Getümmel des Humanitas Festes, dass zurzeit in Oaxaca statt findet (www.humanitas.gob.mx). Neben einem Handarbeitsmarkt, gab es viele Tanz- und Musikgruppen. Am Abend waren wir im „Haus des Fleisches“ – Hört sich an wie ein Horrorfilmtitel, war aber ein gutes Restautrant. Gegen zwölf endete das Fest mit einem Feuerwerk.
Heute ist Samstag und Gabriela muss geschäftlich für eine Woche nach Mexico City, so dass wir morgen den Tag mit Gerhard haben.
Am Sonntag waren wir zuerst im Internetcafe und haben Skype für die Muttertagsanrufe benutzt. Anschließend waren wir in Hierve de Aqua, einem Felsenpool auf 2000m Höhe, schwimmen. Abends "strollten" wir durch die Innenstadt und bereiten uns innerlich auf den Abschied aus Mexico vor.

Und am Montag um 7.00Uhr fliegen wir weiter nach Chicago.

Sonntag, Mai 06, 2007

 

48. Station: OAXACA KÜSTE

Nachdem sich unsere Abreise von Samstag auf Dienstagnachmittag verschoben hatte, änderten wir unser Reiseziel von Palenque über Vera Cruz nach Porto Escondido an der Oaxacaküste. Für Dienstag hatten wir (Gabriela, Gerhard, Monika und ich) uns nur eine zwei Stundenetappe in die Berge nach Tlaxiaco "Little Paris" vorgenommen. Früher war es eine bedeutende Handelsstation der Haendler zwischen Küste und Innland. Am nächsten Morgen ging es dann weiter über die Berge an die Küste. Von 1600m (Oaxaca) über 2600m (Tlaxiaco) ging dann hinunter an die Küste. Die Strasse war sehr kurvig und nahm bei der Hitze kein Ende. Auch das Auto gab alles. Da die Lueftung kaputt ist, waren die Fenster zuerst wegen den angelaufenen Scheiben offen, später wegen der Hitze. Um die Autos am zu schnell fahren zu hindern, werden in Mexico sogenannte Tobes gebaut. Kleine bis manchmal grosse Hügel über die Strasse. Und es funktioniert!!! Man kommt nur im Schneckentempo darüber. Und unser Auto streifte an jedem zweiten !!! So war es auch nicht verwunderlich, dass die Abgase den Weg ins Auto fanden.
Gegen fünf erblickten wir das Meer und machten uns auf die Suche nach unserem Hotel, dass Gerhard in einem Internetforum gefunden hatte. Nach mehrmaligen Fragen stellte sich heraus, dass sich das Hotel nicht im Staat Oaxaca befindet, sondern ca. 1,5 Stunden weiter Richtung Acapulco im Staat Guerrero. Die lange Fahrt lohnte sich aber trotzdem, da das Hotel in einem kleinen Dorf, direkt am Strand, von einem Exildeutschen (Helmut) in 15 Jahren erbaut wurde und dem Paradies sehr nahe kommt. Am Abend machte seine mexikanische Frau selbstgemachte Pizza und morgens gab es ein super Fruehstueck.Am Mittwoch machten wir uns auf die Suche nach afrikanischen Dörfern, die hier wahrscheinlich von schiffbrüchigen, entlaufenen und freigelassenen Sklaven geprägt worden sind. Wir fanden sogar ein Museum, dass die Geschichte gut dargestellt hat. Übernachtet haben wir in Rio Grande, wo uns die feuchtheisse Luft am schlafen hinderte. Am nächsten Morgen genossen wir umso mehr die Kühle und waren schon um 8.00 Uhr auf einer Bootstour in der Lagune. Nach zwei Stunden Fahrt durch die Magrovenwälder und vielen Vögelfotos, besuchten wir eine Krokodilstation und hatten ein gutes Mittagessen in einem kleinen Fischrestaurant am Strand.

In Porto Escondido, der "Versteckte Hafen", haben wir ein großes, schönes 4-er Zimmer im Hotel Ines (wieder ein Exildeutscher) an der Zicatela Surferbeach genommen. Die riesigen Wellen machten Pipes in den die Surfer lang surfen. Tagsüber waren wir in einer anderen kleinen Bucht schwimmen und schnorcheln.
Am Sonntag mussten wir dann die lange Heimfahrt über die Berge antreten. Die erste Stunde ging es an der Küste lang, dann folgten 100 km „curva peligrosa – gefährliche Kurven“. Zweieinhalb Stunden später waren wir auf 2600m Höhe und machten im Dorf San Miguel Suchixtepec Mittagspause. Gerhard hatte hier ein paarmal gearbeitet und so wurden wir zu der Fiesta zu Ehren des Erzengel Michael eingeladen. Zuerst mussten wir aber 2 Stunden warten, bevor der Festumzug mit Kapelle vom Dorfplatz zum Haus des diesjährigen Spendieres begann. Am Hauseingang bekam dann jeder eine Zigarette, ein Glas Mezcal und noch ein Glas mit Ananaswein. Als eine Art Ehrengäste bekamen wir die Plätze vor der Band, die uns ziemlich laut ins Ohr spielte. Dann gab es Kaffee und süße Brötchen, von denen jeder drei nehmen musste. Danach Hühnersuppe mit Totillas. Dazwischen Mezcal und Zigaretten. Den Leuten war es sehr wichtig zu zeigen, dass sie alles im Überfluss besitzen (wenn auch nur an diesem Tag). Und so gab es am Ende sogar Plastiktüten, um die Sachen mitzunehmen. Nachdem Besucher aus anderen Dörfern ankamen, wurden wir gebeten woanders zu warten, wähend ca. 3x je 300 Leute zu essen bekamen. Danach wurde getanzt, Mezcal getrunken und ab und zu einige Feuerwerkskörper losgelassen. Einige Frauen brachten Blumengestecke und einige Kinder waren verkleidet. Zwei Stunden später startete dann die Prozession, die alle Winkel im Dorf aufsuchte und mit einer Messe endete. Für uns war die Prozession dann auch die Gelegenheit, den durch den Mezcal immer aufdringlicher werdenden Männern zu entkommen und die restlichen 3 Stunden Heimfahrt anzutreten.


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